Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon chicko » 6. September 2015, 18:05

Hallo zusammen,

ich saniere gerade unser neu erworbenes Haus. Das entkernen ist nahezu abgeschlossen und so langsam geht es ans planen des Neuaufbaus. Sämtliche Elektrik wird erneuert. Ebenso Wasser, Heizung usw. Nun möchte ich das Haus zum einen zukunftssicher gestalten. Und zum anderen soll möglichst viel über Haussteuerung zu regeln sein. Realisieren möchte ich das ganze mit Mediola als Steuerung der einzelnen Komponenten. Mediola ist mir soweit vertraut, hatte ich in der bisherigen Mietswohnung auch im Einsatz. Da aber eben nur im kleinen Rahmen, hauptsächlich zum steuern meiner Heimkinoanlage. Als Basiskonzept habe ich bisher Homematic ins Auge gefasst. Es darf aber gerne anderes empfohlen werden. Noch ist alles machbar.

Also was will ich machen/steuern:

- Fußbodenheizung
- Licht
- diverse Steckdosen
- Rollos (keine Rolläden)
- Webcams
- Garagentor
- Heimkino

sicher fallen mir noch ein paar andere Dinge ein die im laufe der Zeit dazukommen. Ich denke ihr könnt euch vorstellen in welche Richtung es gehen sollte.

Nun stellt sich mir eben die Frage wie ich die gesamte Elektrik am besten auslege um im nachhinein alles optimal steuern zu können. Würdet ihr auf Homematic bauen? Oder lieber ein Bus System? Wenn ja, welches? Wie gesagt noch ist alles möglich. Ich hoffe ihr könnt mir einige Tipps geben, wie man eine Haussteuerung von Grund auf solide aufbaut. Vielleicht habt ihr das alles schon hinter euch und könnt mir entsprechende Tipps geben.
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon grissli1 » 7. September 2015, 07:05

Hi,
wenn du schon alles umbaust, dann auf jeden Fall ein Bussystem.
Da KNX etwas teuer ist und du wegen jedem neuen Wunsch einen Techniker mit der Software brauchst (ausser du kaufst die auch) würde ich auf Homematic (wired) setzen (ausser Geld spielt keine so große Rolle).

Also für die stromführenden Kabel eine Sternverkabelung (kostet im Endeffekt nur ein paar Euro mehr) und sonst Buskabel. Kannst aber zusätzlich zum Buskabel auch ein normales Stromkabel legen lassen (man weiß ja nie was kommt).

Weitere Tipps zu Homematic würde ich im dortigen Forum erfragen.

Für KNX kannst hier mal lesen: www.knx-blogger.de/knx-kosten-wieviel-w ... nx-kosten/

Viele Grüße
Chris

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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon Nobol » 7. September 2015, 07:34

Moin,
Genauso wie es Chris beschrieben hat würde ich es auch machen (habe nur ein erst 6 jahre altes Haus gekauft, umbauen ist da nicht so angesagt gewesen)
Sternverkabelung zu allen Aktoren Lampen usw. mit Nym Kabeln 230v versorgen und zu den Schaltern jysty Telefonkabel legen z.B. Wohnzimmer min 2x8 also 16 Drähte.
Wie schon gesagt, das ein oder andere Kabel mehr kostet ja kein Vermögen !
Was oft nicht bedacht wird, ich würde überall wenn es baulich ok ist, Schalterabzweigdosen verwenden die sind tiefer als die normalen Dosen! So hat man noch mehr Möglichkeiten!
Alarmanlage?
mfg Tobias
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon fritzchen » 7. September 2015, 10:33

Bin aktuell nach einem Testaufbau dabei mein ersten KNX-Komponenten zu verbauen.
Das KNX zu teuer ist kann ich so nicht grundsätzlich stehen lassen.
Auch muß man nicht für jede Kleinigkeit einen Techniker beauftragen.

Zum Thema Kosten:
Okay, der Einstieg ist nicht ganz günstig, da eine Spannungsversorgung und eine Schnittstelle (ich habe eine KNX-IP gewählt) benötigt wird.
Anschließend sind die Kosten aber nicht höher als bei Homematic, mal die Kanalpreise vergleichen! Vor allem wenn mehrfach Aktoren verwendet werden. Ein MDT-Rollladenaktor von MDT liegt bei ~250€, pro Fenster also etwas über 30€.
Bei den Bedienelementen können auch herkömmliche Taster, welche auf Binäreingänge wirken, genutzt werden. Ein 6fach uP KNX-Tasterinterface von MDT liegt bei ~65€. Dieses kann individuell zum Schalten/Ein- oder Zwei-Tast-Dimmen/Rollläden verwendet werden.

Zum Thema Techniker:
KNX-Komponenten müssen programmiert werden. Dazu wird eine Software die ETS benötigt.
Diese Software gibt es als Light –Version mit welcher 20 Geräte verwaltet werden können. Der Preis liegt bei 80€, es gibt jedoch auch die Möglichkeit nach erfolgreichen Abschluss eines Online-Trainings, diese Lizenz umsonst zu bekommen.

Der große Vorteil, welcher auch mein Grund war, auf KNX zu setzten ist: Es gibt unzählige Firmen welche KNX-Komponenten herstellen. Gerade in Hinblick auf LED-Beleuchtung ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Bei Homematic handelt es sich nur um einen Hersteller. Das Angebot ist begrenzt, und die Produkte werden zeitweise abgekündigt und sind nicht mehr zu bekommen.

Ist mir in der Vergangenheit bereits 2x passiert: Die Stecker-Stromzähler und die Thermostat/Stellventile welche mit mediola funktionieren wurden eingestellt.

Bei der Verkabelung stimme ich zu: Auch ich habe sehr viel Sternförmig verlegt und grundsätzlich nur tiefe Schalterdosen (Geräte-Verbindungsdose, Tiefe 66mm) verwendet.
Für EDV- oder Multimedia-Anschlussdosen kann ich Electronic-Dosen empfehlen.

Grüße
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon chicko » 7. September 2015, 16:17

Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Zum Thema Stromkabel und Buskabel werde ich mal den Elektriker befragen. Ich hoffe das der da etwas Ahnung hat. Ansonsten wirds kniffelig, da ich selber auch keinen Plan habe und er das schließlich abnehmen muss. es föngt schon an mit dem Begriff "Sternverkabelung"

Hm, also das ich extra einen Techniker kommen lassen muss um irgendetwas neu zu programmieren usw ist schon eher abschreckend. Ich probiere gerne selber mal was und erweitere hier was und da etwas anderes. Das will ich schon selber machen. Nur die Haussteuerung bedienen ohne es selber einzurichten ist ja fast langweilig und vermutlich zu teuer, der Mann wird ja nicht nur ne Kiste Bier nehmen :lol:
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon chicko » 7. September 2015, 16:52

Ich habe auch mal in dem oben verlinkten KNX Blogger gestöbert (jetzt weiß ich auch, was eine Sternverkabelung ist :D ). Klingt schon sehr verlockend. Aber mit 20 Geräten werde ich bei unserem Haus nicht hinkommen. Das sind fast 300qm unterteilt in Ferienwohnung und unserem Teil.

Und 1000€ für die Vollversion der ETS ist natürlich eine Hausnummer. Vermutlich würde es darauf hinauslaufen, das ich alle nötigen Kabel verlege, aber erst nach und nach erweitere. Wird ja auf der Seite auch beschrieben, das dies möglich sei. Wobei es letzlich teurer würde. Aber wir stehen am Anfang der Sanierung. Daher sind die Kosten noch nicht in Stein gemeißelt und ich kann meiner Frau nicht sagen das wir mal 20K € für die Hausteuerung einplanen müssen.
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon Nobol » 7. September 2015, 20:31

Mal noch einen anderen Ansatz:
SPS Kleinsteuerungen z.B. Siemens Logo oder Crouzet EM4
Die Programmierung funktioniert über Logikbausteine
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon chicko » 7. September 2015, 20:53

Mal eine doofe Frage. Irgendwie finde ich kein Funktionsmodul zu KNX für Mediola. Kann das sein?
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon Nobol » 7. September 2015, 21:28

Mediola hat gerade eine neue Software rausgebracht "neo"
Das Funktionsmodul kommt bestimmt noch!
Ich glaube bei der "alten Software " kostete das Modul ca. 200€ oder so
mfg Tobias
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Re: Haussanierung - Einbinden einer Haussteuerung

Beitragvon chicko » 7. September 2015, 22:29

Ok, werde mal bei Mediola direkt nachfragen. Ansonsten macht das wenig Sinn.

Wie ist das denn mit deinem Vorschlag? Lässt sich das in Mediola integrieren? Schau mir das dann mal näher an.
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